Kapverden bei Funana.de

Schwarzwald, Wüste und Wellen

am 17.07.04
0 Kommentare
Antworten
Trackback

Die Kapverden-Insel Santo Antao fasziniert durch landschaftliche Kontraste. Viele der Einheimischen leben vom Geld ihrer Verwandten in Übersee

Von den Tropen bis zur Wüste sind es vielleicht zehntausend Schritte, drei Stunden vom saftigen Grün der Kammlagen zum verdorrten Ocker und Rot der Küste, 1.500 Höhenmeter von frühsommerlichem Bienengesumm und Vogelgezwitscher zu den weissen Feldern aus Porzellanasche, die unter den Füssen knirschen wie hart gefrorener Schnee. Wer von den bewaldeten Höhen des Pico da Cruz über die verlassene Geisterstadt Mesa nach Porto Novo wandert, durchquert zwei Kontinente: Dort oben ist der Schwarzwald, dort unten die Sahelzone. Auf der Kapverden-Insel Santo Antao, eine gute Flugstunde südlich von Teneriffa, ist Regen ein seltenes Glück. An ihrer Nordküste aber treibt der Passatwind regelmässig Nebelfetzen über die messerscharfen Bergrippen und drückt sie gegen die schroffen Abhänge. Sträucher und vor allem die Kiefern der Hochlagen ‘melken’ die feuchte Luft – an manchen Tagen kämmen die Nadeln eines einzigen Baumes zweihundert Liter Wasser aus den Wolken. Abseits dieser grünen Oasen herrscht lebensfeindliche Dürre, der nur ein paar knochige Ziegen trotzen…

Mehr lesen…

Quelle: taz 17.7.04


Weitere Artikel zu den Themen:



Beiträge





Reif für die Insel?



Keine Kommentare

Schreib was!